T.V. SONDERBACH 1913 e.V.

1913
Im März gründen 22 junge Männer auf Initiative von Ludwig Haugeneder den Turnverein Sonderbach. Mit dem 1. Vorsitzenden Philipp Trares wird unter sehr einfachen Bedingungen der Turnbetrieb aufgenommen. Die Gründungsmitglieder sind: Franz Bauer, Ludwig Bauer, Johann Bitsch, Ludwig Haugeneder, Heinrich Helfert, Philipp Helfert, Johann Holz, Georg Konrad, Lorenz Lambert, Peter Lambert, Franz Seelig, Jakob Seelig, Georg Peter Trares.

1914 - 1918
Der Erste Weltkrieg unterbricht das gesamte Vereinsleben. 4 Gründungsmitglieder sterben auf dem Schlachtfeld.

1923
Am 13. Mai finden sich 41 Personen zu einer Neugründung zusammen. Zum 1. Vorsitzenden wird Georg Seelig gewählt. 2. Vorsitzender wird Georg Trares, Schriftführer und Rechner Jakob Seelig. Den Turnbetrieb leitet Ludwig Haugeneder. Bereits 5 Monate später am 14. Oktober werden beim Gründungsfest schon Wettkämpfe in der Öffentlichkeit ausgetragen.

1924
Der Turnverein gestaltet am 13. Juli die Feier anläßlich der Enthüllung eines Gedenksteines für die Gefallenen und Vermissten. Schon damals werden Turnfeste besucht, Theater- und Tanzabende abgehalten. Ein großer Erfolg für die Theatergruppe werden die Volksstücke "Des Vaters Schuld" und "Die fidelen Handwerksburschen". Georg Seelig wird als 1. Vorsitzender von Johann Knapp abgelöst.

1925
Bei der "Hölzernden Hand" auf der Juhöhe wird das erste Waldfest gefeiert.

1926
Die Turnstunden sollen vom Schulhof und einer nassen Wiese auf das Gelände "Am armen Berg" (Wasserloch) verlegt werden. Dies scheitert aber an den damaligen Eigentümern.

1927 - 1938
Die Aktiven des Vereins brennen wegen der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf Sparflamme.

1939
Mit Jugendlichen aus Kirschhausen wird eine Fußballabteilung ins Leben gerufen. Spielleiter war Franz Dalpiaz

1942
Wegen des Zweiten Weltkrieges kommen alle Tätigkeiten zum Erliegen. Der Verein trauert um 11 Gefallene und 5 Vermisste.

1947
Am 19. April wurde der Turnverein auf Veranlassung von Ludwig Haugeneder wieder neu gegründet. In den Vorstand wurden gewählt: Ludwig Haugeneder (1. Vorsitzender), Hans Bühler (2. Vorsitzender), Hermann Bauer (Schriftführer), Walter Helfert (Kassenwart), Ludwig Haugeneder (1. Turnwart) und Felix Röhig (2. Turnwart).

1948
Der Verein präsentiert sich mit einem ersten öffentlichen Turn- und Tanzabend.

1949
Ludwig Haugeneder wird Ehrenvorsitzender und als 1. Vorsitzender von Simon Oberle abgelöst. Er bleibt aber weiterhin 1. Turnwart. Stellvertretender Vorsitzender wird Franz Lambert.

1950

Die Gemeinde Sonderbach erwirbt von Georg Peter Trares eine Wiese (der heutige "Turnplatz") und überlässt ihn dem Verein unentgeltlich für die Dauer seines Bestehens. In Selbsthilfe wird diese zu einem Turnplatz mit Geräteschuppen ausgebaut. Sonderbacher Riegen nehmen mit Erfolg am ersten Waldfest des TV Heppenheim auf dem Wilhelmsplatz teil. Die neu aktivierte Theatergruppe spielt u.a. das Odenwälder Volksstück "Müllers Liesel vun Michelboch".

1952
Bei der Vollversammlung am 12. Januar wird Alois Langner 1. Turnwart. Gemeinsam mit Ernst Pöpel führt er die Turnabteilung zu einer besonderen Blüte. Die Stammmannschaft kann sich mit allen Gauvereinen messen. In den verschiedenen Altersklassen gehören ihr an: Ludwig Haugeneder, Felix Röhrig, Philipp Unger, Heinrich Trares, Reinhold Mitsch, Walter Büchner, Erich Lenhardt, Alois Langner, Bernhard Lenhardt und Franz Trares.

1953
Am 22. und 23. August wird das 40jährige Stiftungsfest gefeiert. Im Mittelpunkt des Festkommerses stand die Ehrung der noch lebenden Gründer. Als erstem Turner des Turngaues Bergstraße wurde unserem Ehrenvorsitzenden Ludwig Haugeneder der Gauehrenbrief vom damaligen Gauvorsitzenden Nikolaus Bickel aus Zotzenbach verliehen.

1957
Richard Scholz übernimmt bei der Jahreshauptversammlung am 6. April das Amt des 1. Vorsitzenden. Sein Stellvertreter wird Johann Büchner. Beide waren auch als Turnwarte tätig.

1958
Am 13. Januar gründet Franz Dalpiaz eine Gesangsabteilung mit 17 Sängern und leitet diese.

1960
Franz Dalpiaz sen. textet und kompoiert das Sonderbacher Heimatlied. Mit Gastvereinen wird ein erster Liederabend veranstaltet.

1961
Felix Röhrig wird bei der Jahreshauptversammlung am 11. März zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1962
Freiwillige Feuerwehr und Turnverein organisieren gemeinsam einen Kameradschaftsabend als Fastnachtsveranstaltung. Erstmalig wird eine Weihnachtsfeier durchgeführt.

1963
Das 55-jährige Jubiläum wurde am 18. und 19. Mai in einem Zelt auf dedm Turnplatz gefeiert. Als Festausschussvorsitzender fungiert Franz Wondrejz, der auch die Festrede gehalten hat. Den damals noch lebenden Gründern Ludwig Haugeneder, Ludwig Bauer, Heinrich Helfert, Johann Holz, Peter Lambert, Georg Peter Trares, Georg Konrad, Franz Bauer, Lorenz Lambert und Franz Seelig wurden Ehrenurkunden überreicht.

1964
Richard Scholz löst Felix Röhrig am 13. März im Amt des 1. Vorsitzenden ab. Zum 2. Vorsitzender wird Adam Lenhardt gewählt. Es wird auf dem Trunplatzgelände eine Kleinturnhalle im Ausmaß 10,80x8,20m erbaut. Die Arbeiten wurden überwiegend in Selbsthilfe ausgeführt. Über 1000 Arbeitsstunden und 35 Schlepperstunden wurden von Mitgliedern und Gönnern des Turnvereins aufgewendet, so dass die Gemeinde lediglich ca. 20.000,- DM aufzubringen hatte. Mit dem Bau der Kleinturnhalle wurde ein lang gehegter Wunsch der Turner erfüllt und die Übungsstunden konnten bei jeder Witterung abgehalten werden. Das Richtfest wurde am 17. November im Lokal "Zum Felsenkeller" abgehalten.

1965
In der Kleinturnhalle wird die erste Turnstunde gehalten.

1966
Bei der Generalversammlung am 12. März tauschen Vorsitzender und Stellvertreter die Ämter. Adam Lenhardt wird zum 1. Vorsitzenden und Richard Scholz zum Stellvertreter gewählt.

1967
Die Gesangsabteilung löst sich am 16. September wieder auf.

1968
Ludwig Haugeneder feiert seinen 80. Geburtstag.

1969
Erstmals sind Wanderfreunde des Vereins unterwegs. Sie nehmen am Gauwandertag in Rimbach teil.

1971
Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf 142 angewachsen.

1972

Im Vorstand wird das Amt eines Leichtathletikwartes eingeführt und besetzt. Die Stadt kauft von der Firma "Dany" eine Betriebshalle und Gelände zum Umbau als "Sport- und Kulturhalle".

1973
Nach der Eingliederung der Gemeinde Sonderbach in die Stadt Heppenheim hat die Generalversammlung am 30. März den Beitritt des Vereins zur Sportgemeinschaft Heppenheim beschlossen.

1974
Adam Lenhardt wird bei der Generalversammlung am 4. April zum Ehrenvorsitzenden ernannt und Anton Gölz zum 1. Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter wird Klaus Windt.

1976
Am 20. März wird Ludwig Haugeneder zu Grabe getragen.

1977
Die Wanderabteilung wird zu einer festen Größe im Verein. Klaus Windt wird Wanderwart und ab 1978 wird er von Leander Helfert als Stellvertreter unterstützt.

1979
Bei der Generalversammlung am 18. Mai wird die Gründung einer Karate-Abteilung beschlossen.

1980
Am 21. März wird Reinhold Becker, der bereits 15 Jahre als Kassenwart tätig war, zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1981
Der Monatsbeitrag erhöht sich von -,50 DM auf 1,00 DM für Erwachsene. Erstmals wird ein Kinderbeitrag (-,50 DM) eingeführt.

1982
Hubert Gremm wird 2. Vorsitzender, da Kalus Windt nicht mehr kandidierte.

1983
Am 27. und 28. August wird das 70jährige Vereinsjubiläum in einem Festzelt auf dem Turnplatz gefeiert. Am 25. Mai beschließt der Magistrat den Erwerb des Dany-Betriebsgeländes mit der Werkshalle und der alten Schmiede (4849m²). Am 21. Juni beschließt der Ortsbeirat die Grundstücke mit der Werkshalle und er alten Schmiede zu erwerben und als Gemeinschaftshaus umzubauen.

1984
Hermann Bauer wird bei der Generalversammlung am 6. April zum Ehrenmitglied. Er hat 37 Jahre lang ununterbrochen das Amt des Schriftführers ausgeübt.
Nachfolger als Schriftführer wird Horst Göbel. Erstmalig steht das Gemeinschaftshaus für Tanzveranstaltung (am 22.9.), Weihnachtsfeier (am 23.12.), Turnstunden und andere Veranstaltungen zur Verfügung. In Eigenhilfe hat man die ehemalige Industriehalle notdürftig umgebaut.

1986
Felix Röhrig wird zum Ehrenmitglied ernannt. Inzwischen hat der Verein über 400 Mitglieder. Eine Skiabteilung wird gegründet - sie soll nur wenige Jahre bestehen.

1987
Es wird eine Männergymnastik-Riege gegründet.

1988
Der Verein feiert am 28. und 29. Mai sein 75jähriges Jubiläum. Dabei wird am Gemeinschaftshaus ein Gedenkstein zu Ehren von Ludwig Haugeneder und der Gründungsmitglieder gesetzt. Die Festansprache hielt der Schirmherr Bürgermeister a.D. Wilhelm Schäfer und die Ansprache zur Enthüllung des Gedenksteins Ehrenvorsitzender Adam Lenhardt. Um 9.00 Uhr hat Pfarrer Josef Schmidt im Gemeindehaus eine hl. Messe zelebriert. Die Meßfeier hat Josef Becker, ein Enkel des Ehrenvorsitzenden Ludwig Haugeneder und Mitglied der Staatsoper in Berlin, gesanglich umrahmt.

1995
Am 16. August wird dem rührigen Vorsitzenden Reinhold Becker anlässlich seines 50. Geburtstages von Landrat Dr. Kaßmann der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.


1996
Im April wird die Rope Skipping Abteilung ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Oliver Suhai und später noch den Schwestern Heike und Tina Müller werden aus den anfänglichen fünf Skippern im Laufe der nächsten Jahre über 60. Am 2. November wird das komplett umgebaute Dorfgemeinschaftshaus von Pfarrer Josef Schmidt eingeweiht. "Dieses Haus wird künfig der Mittelpunkt unseres dörflichen Lebens sein", sagte der damalige Ortsvorsteher Dr. Karlheinz Stegmeier bei seiner Ansprache.

1997
Bei den ersten Hessenmeisterschaften im Rope Skipping wird Christine Steinbacher Vize- und Oliver Suhai Hessenmeister.

1999
Der Turnverein ist Ausrichter der 3. Hessenmeisterschaften im Rope Skipping. Dieses Großereignis mit 200 Aktiven und sehr vielen Zuschauern wird in der Sporthalle am Starkenburg-Gymnasium in Heppenheim durchgeführt. Für alle Aktiven und Zuschauer bot der Verein ein prima Veranstaltung.

19xx
Neuerdings werden auch Kurse in Beckenbodengymnastik und Rückenschule sowie Wirbelsäulengymnastik im Gemeinschaftsraum abgehalten. Übungsleiterinnen sind Ruth Holzinger und Gundi Wagner.

2002
Beim Gesundheitstag des Turngaus Bergstraße in der Reisener Südhessenhalle wird Ruth Holzinger für den TV Sonderbach das Qualitätssiegel "Pluspunkt Gesundheit des DTB" überreicht.

2004
Am 20. und 21. März richtet der Turnverein die ersten Deutschen Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften im Rope Skipping aus. An diesem Wochenende zeigt der Verein einmal mehr wie toll er Feste organisieren und durchführen kann. Unter der Leitung von Oliver Suhai machen ein kleines Team aus Organisatoren dieses Wochenende für die ganze Bundesrepublik zu einem unvergessenen Ereignis.

2007
Im Oktober erhält der Verein zum 5. Mal in Folge die Verleihung der Qualitätssiegel "Pluspunkt Gesungheit DTB" und "Sport Pro Gesundheit DSB" für die Kursangebote im Präventionssport. Groß gefeiert wurde im Juli das Doppeljubiläum "100 Jahre Kerwe & 10 Jahre Werksstrasse".

2008
Bei der Übungsleitersitzung am 11. Februar wird ein Sportausschuss wird gegründet.

2009
Gemeinsam mit dem TV Fürth fand am 12. September unter dem Motto "Putzmunter im Odenwald" ein Sporttag für Frauen statt.

Bisherige Vorsitzende des Turnvereins


1913 bis 1923 / Philipp Trares (11 Jahre)
1923 bis 1924 / Georg Seelig (2 Jahre)
1924 bis 1931 / Johann Knapp (8 Jahre)
1933 bis 1942 und 1947 bis 1949 / Ludwig Haugeneder (13 Jahre)
1949 bis 1957 / Simon Oberle (9 Jahre)
1957 bis 1961/ Richard Scholz (5 Jahre)
1961 bis 1964 / Felix Röhrig (4 Jahre)
1964 bis 1966 / Richard Scholz (3 Jahre)
1966 bis 1974 / Adam Lenhardt (9 Jahre)
1974 bis 1980 / Anton Gölz (7 Jahre)

seit 1980 / Reinhold Becker (z.Z. 31. Jahre)